Bilinguale Früherziehung in Polen.

 

Małgorzata Rocławska-Daniluk

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Die bilinguale Früherziehung in Kindergärten ist in den letzten Jahren in Polen sehr populär geworden. Als Mitglied der Europäischen Union befindet sich Polen in vielen Bereichen im Umbruch, darunter auch im Bildungssektor. Als Logopädin bin ich in diesem Kontext auf zahlreiche Probleme gestoßen: Im Wesentlichen hängen sie damit zusammen, dass die polnische und die englische Sprache sich gleichzeitig im Bewusstsein der kleinen Kinder einprägen. Zusammengefasst lauten die wichtigsten Fragen wie folgt:

In welcher Form prägen sich diese beiden Sprachen im Bewusstsein der Kinder ein?

Wird die Muttersprache von der zweiten Sprache in der einen oder anderen Form überlagert?

Sollte man bei kleinen Kindern mit Sprachfehlern davon absehen, ihnen eine zweite Sprache beizubringen?

Bilingualität ist in diesem Kontext die Kompetenz, in zwei Sprachen zu kommunizieren. Wenn man im Alter von drei Jahren mit einer bewährten Methode beginnt, kann man die Zweisprachigkeit der Kinder und späteren Studenten und Erwachsenen erreichen.

Einige Kindergärten in Danzig und Sopot haben auf der Ebene der bilingualen Früherziehung hervorragende Ergebnisse erzielt. Bei meinen Studien habe ich jedoch festgestellt, dass es im Bereich der bilingualen Früherziehung im Kindergarten erhebliche Lücken gibt, und zwar während der so genannten "Phase der linguistischen Sensibilität“.

Die Ergebnisse meiner Studien haben einige interessante Fragestellungen aufgeworfen, die in naher Zukunft eingehend analysiert werden sollten.