Jörn
Puttkamer (puttkammer-clarke@gmx.de)
Private practice
Halstenbek, Germany
Die Ergebnisse der „PISA-Studie“
sind besorgniserregend: Das deutsche Bildungssystem scheint die Situation für
Kinder aus sozial marginalisierten Familien eher zu erschweren anstatt ihnen
die notwendige Unterstützung zukommen zu lassen. Vorschulerziehung und
schulische Bildungsmaßnahmen scheinen eher auf die Bedürfnisse von Familien aus
der Mittelklasse als auf Kinder aus „benachteiligten“ Familien zu geschnitten
zu sein, so daß diese oft die notwendige Hilfen nicht
erhalten (z.B. in Form von Therapieangeboten wie z.B. Sprachtherapie,
Beschäftigungstherapie etc.)
Die beiden Logopäden Anette Walz und Jörn Puttkammer
werden über ihre Erfahrungen mit der Therapie solcher Kindern und ihrer
Familien berichten, die sie in 16-jähriger Arbeit in einer Beratungsstelle in
der Nähe von Hamburg sammeln konnten. Sie werden sich u.a.
mit folgenden Fragen beschäftigen:
-
welche Zugänge zu Familien aus sozial
schwachem Kontext bzw. zu Migrantenfamilien und ihren
Kindern können erfolgreich sein?
-
wie unterscheiden sich diese Zugänge
von denen in „konventioneller“ Sprachtherapie“?
-
Welche Faktoren bzgl. der
Lebensbedingungen und dem Bildungshintergrund der Familien müssen
berücksichtigt werden, um erfolgreich mit ihnen arbeiten zu können?
-
Was ist von Seiten der Hilfe
anbietenden Institutionen notwendig, um einen „niedrigschwelligen“
Ansatz in der therapeutischen Arbeit zu gewährleisten?
Unsere langjährige Arbeit in einem multiprofessionellen
Team mit dem angesprochenen Schwerpunkt hat eine spezielle Art der
Sprachtherapie möglich gemacht.